PNP09.12.15: Bürger kritisieren Leichenhaus-Entwürfe

Veröffentlicht am 13.12.2015 in Lokalpolitik

Dritter Bürgermeister Jürgen Bogner (links): \"Es geht um eine Baumaßnahme, die für einen längeren Zeitraum in Burgkirchen genutzt werden soll und dabei muss natürlich sehr genau gewogen werden, wie Bedarf, Optik und Funktionalität miteinander in Einklang zu bringen sind.\" Foto: Heidrich

"Kommunalpolitischer Friedhofsspaziergang" der SPD – Lebhafte Diskussion – Architekten-Wettbewerb angeregt

Burgkirchen. 30 Bürger waren kürzlich einer Einladung des SPD-Ortsverbandes zur Begehung im Friedhof auf der Oberen Terrasse gefolgt. Anlass war der geplante Neubau der Aussegnungshalle. Die beiden Entwürfe, die der beauftragte Architekt der Gemeinde vorgelegt hat, stellte Dritter Bürgermeister Jürgen Bogner gemeinsam mit der SPD-Fraktion im Gemeinderat Burgkirchen vor.

Dabei erläuterte Bogner den anwesenden Burgkirchnern zunächst, warum mit dem Neubau noch immer nicht begonnen wurde: "Es geht um eine Baumaßnahme, die für einen längeren Zeitraum in Burgkirchen genutzt werden soll und dabei muss natürlich sehr genau gewogen werden, wie Bedarf, Optik und Funktionalität miteinander in Einklang zu bringen sind."

Die anschließende lebhafte Diskussion machte klar, dass hinsichtlich Größe, Form, Nutzen und Kosten seitens der Bürger und der Kirchen noch erheblicher Gesprächsbedarf besteht. So bemängelte Pfarrerin Andrea Klopfer von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, dass sie bisher überhaupt nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen worden sei. Schließlich, so Pfarrerin Klopfer, würden doch gerade die kirchlichen Organisationen sehr oft für ihre Gläubigen in der Aussegnungshalle tätig werden. Eine Teilnehmerin zeigte Unverständnis darüber, dass lediglich ein einziger Architekt mit der Entwurfsgestaltung beauftragt worden war. Sie schlug stattdessen einen Wettbewerb vor, an dem sich auch Architekturstudenten beteiligen können. Christine Loeffler-Merz, Vorstandsmitglied des SPD-Ortsverbandes Burgkirchen, wies darauf hin, dass es sich bei der benachbarten evangelischen Kirche um ein architektonisch bedeutsames Bauwerk des bekannten Münchner Architekten Olaf Andreas Gulbransson handelt. Die Aussegnungshalle solle sich optisch in das geometrische Spiel der Dreifaltigkeitskirche einfügen. Auch bei der Grünordnung solle man darauf hinwirken, ein stimmiges Ensemble zu schaffen. Christine Loeffler-Merz wünscht sich, dass möglichst viele der schönen alten Bäume erhalten bleiben.

Allgemein wurde große Unzufriedenheit darüber geäußert, dass der Eingang der Aussegnungshalle zur Straße geplant sei, was bei größeren Beerdigungen zu Problemen mit der Verkehrssicherheit führen könne. Die Trauergäste würden so beim Hinein- und Hinausgehen auf den Parkplätzen stehen. Ruhiger und gefälliger sei die Öffnung der Aussegnungshalle in Richtung Friedhof.

Alle Teilnehmer der Ortsbegehung waren sich einig, dass beide vorliegenden Entwürfe weder zweckmäßig sind noch durch ihre Architektur überzeugen. Die Teilnehmer des "kommunalpolitischen Friedhofsspaziergangs" rieten den Verantwortlichen im Rathaus, sich doch mehrere Aussegnungshallen anzuschauen und vielleicht auch die Meinung der Bürger mit einzubeziehen.
-red

 

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