PNP 18.11.16: Warum der Leichenhaus-Neubau fallengelassen wurde

Veröffentlicht am 20.11.2016 in Ortsverein

Die im Amt bestätigte SPD-Vorstandschaft mit den Geehrten (von links): Hermann Frey, Theresia Blaschke, Albert Stoiber, Barbara Brüchert, Annette Heidrich, Christine Loeffler-Merz, Jürgen Bogner, Hans Jira und Horst Renner. Foto: Gerlitz

Neubaugebiet erschien als sinnvollere Investition – Interessante Neuigkeiten aus der SPD-Hauptversammlung – Vorstandschaft einstimmig bestätigt

Burgkirchen. Klein war der Kreis, jedoch von großer Einigkeit geprägt, bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Burgkirchen. Neben Berichten und Ehrungen stand die Neuwahl der Ortsvorstandschaft am Montag im Gasthaus Tettmann auf der Tagesordnung. Alle Funktionäre wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Vorsitzende Theresia Blaschke stellte in ihrem Rückblick fest, das Ortsgeschehen sei für die Burgkirchner SPD wichtig. Aus diesem Grunde sei zum Thema Neubau eines Leichenhauses eine Versammlung für interessierte Bürger auf dem Friedhof durchgeführt worden. Die Skepsis, die bei diesem Friedhofsspaziergang geherrscht habe, habe sich dann auch im Gemeinderat durchgesetzt. Betreutes Wohnen sei schon lange ein Thema für die SPD. Für nächstes Jahr kündigte die Vorsitzende Gespräche an mit dem Investor, der in der Ortsmitte bauen möchte, sowie mit Josef Jung, Direktor des BRK-Kreisverbandes. Das Café "Rot" werde drei Mal im Jahr auf dem Burgkirchner Wochenmarkt veranstaltet. "Dafür müssen sich die Aktiven von der Arbeit frei nehmen", hob Theresia Blaschke hervor. Etabliert habe sich das Dr.-Stephan-Merz-Gedächtnis-Schafkopfturnier. Im vergangenen Jahr seien daraus 500 Euro an den Schülerhort und den Förderverein der Mittelschule gespendet worden, teilte Theresia Blaschke mit.

Den Kassenbericht für den Zeitraum 2014 und 2015 erstattete Hermann Frey, der von einem guten Plus in der Kasse sprach. Die Kassenprüfer Fritz Wanke und Alfred Huber bezeichneten die Kasse als einwandfrei, worauf die Versammlung einstimmig die Entlastung erteilte.

Gemeinderätin Heidi Stautner erinnerte daran, dass die SPD fünf Gemeinderäte stellt. Dann griff sie die wichtigsten Gemeinderatsbeschlüsse heraus, wozu sie unter anderem die Verlängerung des Betriebsvertrages mit den Bäderbetrieben Burghausen für das Burgkirchner Schwimmbad zählt. Die Zusammenarbeit mit Burghausen sei bisher gut gelaufen und solle deswegen fortgesetzt werden, wobei Burgkirchen in Zukunft das Defizit selbst tragen müsse. Der Gemeinderat habe eine gebundene Ganztagsklasse für die Grundschule in Gendorf beantragt und im neuen Schuljahr sei damit schon begonnen worden. Für die Ortsmitte sei die Aufstellung eines Bebauungsplans für Betreutes Wohnen beschlossen worden. Mit einer Nutzungsänderung habe die Keltenhalle für zehn Jahre an die InfraServ Gendorf vermietet werden können.

Auf das Thema Leichenhaus ging Dritter Bürgermeister Jürgen Bogner besonders ein und machte dabei den Grund für den Strategiewechsel vom Neubau zur Bestandssanierung öffentlich: "Gut war es, dass die SPD-Räte nicht gleich mit der Mehrheit für einen Neubau stimmten, auch wenn die anderen sagten, wir müssen uns beeilen. Bereits die Kostenschätzung lag bei 1,1 Millionen Euro. Wie so oft, wären dann am Ende vielleicht noch einige 100000 Euro mehr auf der Rechnung gestanden." Nach langwierigen Beratungen, welche Form und Aufteilung der Neubau haben solle, habe sich plötzlich für die Gemeinde Burgkirchen die Möglichkeit eines großen Grundstückskaufs angrenzend an die Siedlung in Holzen eröffnet. Diese neue Möglichkeit habe ein allgemeines Umdenken im Gemeinderat und in der Verwaltung eingeleitet. Schließlich sei der Vorschlag von Klaus Kölbl zur Sanierung des alten Leichenhauses aufgegriffen worden. "Dass nun das vorhandene Geld in die Ausweisung eines Neubaugebiets und damit in die Zukunft der Gemeinde investiert wird, weil die Ansiedlung neuer Bürger die Gemeinde stärkt, ist ein Erfolg der SPD-Fraktion", unterstrich Bogner. In öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats war weder dieser Hintergrund noch der Strategiewechsel an sich erörtert worden. Bürgermeister Johann Krichenbauer beschränkte sich auf eine bloße Bekanntgabe der Abkehr vom Neubau (eine vom Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung getroffene Entscheidung).

Davon, dass aufsuchende Jugendarbeit in Burgkirchen gebraucht werde, habe die SPD die anderen Fraktionen noch nicht überzeugen können, ergänzte Bogner. Christine Loeffler-Merz plädierte für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans. Annette Heidrich sprach über ihre Bundestagskandidatur.

Unter der Leitung von Klaus Kölbl führte eine Wahlkommission die Neuwahl der Vorstandschaft für die nächsten zwei Jahre durch. Die Wahl begleitete Ernst Huber als Vertreter des SPD-Unterbezirks. Die 16 Wahlberechtigten stimmten jeweils einstimmig dafür, dass die bisherigen Amtsinhaber auch für die nächste Amtsperiode erhalten bleiben sollen.
Demnach setzt sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen:
Erste Vorsitzende Theresia Blaschke, Zweite Vorsitzende Annette Heidrich, Kassier Hermann Frey, Schriftführer Albert Stoiber, als Beisitzer Christine Loeffler-Merz, Klaus Kölbl, Jürgen Bogner, Heidi Stautner, Wolfgang Hacker.
Kassenprüfer bleibt Fritz Wanke. Alfred Huber übergab sein Amt an den einstimmig neu gewählten Werner Riedhofer.
Als Delegierte zur Konferenz des SPD-Unterbezirks wurden gewählt: Theresia Blaschke, Annette Heidrich, Albert Stoiber, Klaus Kölbl.

EHRUNGEN
Herausragende Ehrungen hatte die Vorstandschaft heuer vorzunehmen.

50 Jahre: Hans Jira hält bereits seit fünf Jahrzehnten der SPD die Treue. Als Gemeinderat erlebte er drei Gemeinden, nämlich Gufflham, Hirten und Burgkirchen. Vorsitzende Theresia Blaschke heftete Hans Jira für dessen Treue die Ehrennadel in Gold ans Revers.

40 Jahre:  Barbara Brüchert, Christine Loeffler-Merz und Horst Renner erhielten die Ehrennadel in Silber.
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